Frankreich fördert Fahrgemeinschaften

 

Die französische Regierung will Fahrgemeinschaften stärken und so Autofahrten klimafreundlicher und günstiger machen. Über eine Plattform sollen sich Autofahrende anmelden und Mitfahrer:innen vermittelt bekommen.

 

Radfahrerin im dichten Verkehr.
Radfahrerin im dichten Verkehr. © ADFC/ April Agentur

Geht es nach der Regierung in Frankreich, fahren die Menschen im Land zukünftig in vollbesetzten Autos zur Arbeit. Wer sich auf einer Plattform anmeldet und innerhalb von drei Monaten zehnmal jemanden mitgenommen hat, bekommt vom französischen Staat 100 Euro. Sind die Strecken länger, reichen drei Mitfahrgelegenheiten, um die 100 Euro zu erhalten.

Die Zahl der Mitfahrgelegenheiten soll so von aktuell 900.000 Fahrten pro Monat auf drei Millionen steigen – mit dem Effekt, dass sich so, laut des französischen Transportministeriums, jährlich rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen ließen.

Insgesamt sollen Fahrgemeinschaften in Frankreich mit 150 Millionen Euro gefördert werden. Auch Gemeinden, die Treffpunkte und eigene Fahrstreifen anlegen, sollen finanziell unterstützt werden.

Mehr Fahrgemeinschaften bedeuten weniger Autos auf den Straßen, und das sind Pluspunkte fürs Klima, den ÖPNV und die Sicherheit des Rad- und Fußverkehrs. Überdachte Fahrradabstellanlagen wären für die Treffpunkte noch förderungswürdige Ergänzungen.

 


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